{"id":155,"date":"2010-10-26T17:40:01","date_gmt":"2010-10-26T17:40:01","guid":{"rendered":"http:\/\/yachtcharter-connection.com.w01e47c6.kasserver.com\/2010\/10\/26\/nord-norwegen-charter-torn-im-hohen-norden\/"},"modified":"2017-04-02T15:47:02","modified_gmt":"2017-04-02T13:47:02","slug":"nord-norwegen-charter-toern-im-hohen-norden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yachtcharter-connection.com\/de\/nord-norwegen-charter-toern-im-hohen-norden\/","title":{"rendered":"Nord-Norwegen: Charter-T\u00f6rn im hohen Norden"},"content":{"rendered":"<p>Segelt\u00f6rn zwischen 69. und 71. Breitengrad Nord &#8211; f\u00fcr einen Urlaubst\u00f6rn eher seltene Koordinaten:Wir starten in <a href=\"~\/Yachtcharter_norwegen\/tromso.html\" target=\"_blank\">Troms\u00f6<\/a>, das liegt 300 km oberhalb des n\u00f6rdlichen Polarkreises, auf gleicher H\u00f6he wie Wainwright in Alaska, Uuhrmannaq in Gr\u00f6nland oder Kjusjur in Nordsibirien, und wollen von dort rund 500 km weiter gen Norden segeln. Erkl\u00e4rtes T\u00f6rnziel: das Nordkap.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/yachtcharter-connection.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Norwegen-Landeanfluig.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone  wp-image-15463\" src=\"https:\/\/yachtcharter-connection.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Norwegen-Landeanfluig-300x276.jpg\" alt=\"Norwegen-Landeanfluig\" width=\"177\" height=\"163\" \/><\/a>\u00a0\u00a0\u00a0 <a href=\"https:\/\/yachtcharter-connection.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Norwegen-Tornroute.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone  wp-image-15469\" src=\"https:\/\/yachtcharter-connection.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Norwegen-Tornroute-300x150.jpg\" alt=\"Norwegen-Tornroute\" width=\"324\" height=\"162\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Erste H\u00fcrde bei der Planung ist ein passendes Boot, denn die gro\u00dfen Charterbasen sind alle in S\u00fcdnorwegen. N\u00f6rdlich des Polarkreises, (Lofoten, Vesteralen) hat man sich auf Angelboote spezialisiert. Bei Yachtcharter-Connection werden wir f\u00fcndig: Wir buchen f\u00fcr uns Vier eine Gib Sea 37. Basisleiter Ivar organisiert auf Wunsch noch zwei Vorab-N\u00e4chte in einem netten Hotel f\u00fcr uns, holt uns am Flughafen ab, hilft beim Gep\u00e4ck Transport, macht auf dem Weg zum Hotel noch eine kleine Stadtrundfahrt f\u00fcr uns, nimmt sich am Abend Zeit, uns an Hand von Karten Revierinformationen zu geben, und spielt zwei Tage sp\u00e4ter nochmal Chauffeur vom Hotel zum Boot. Der erste Eindruck ist entsprechend positiv und verst\u00e4rkt sich weiter, als wir an Bord unserer, in jeder Hinsicht gut ausger\u00fcsteten, OCEANE gehen. (8 Jahre alt aber sehr guter Zustand, wohnliche Details, ordentliches Werkzeug, Verbandskasten und Medikamente, reichlich Karten-Material und Kochgeschirr, Erstausr\u00fcstung vom Gew\u00fcrz bis zum Toiletten-Papier) Doch die ersten beiden Tage verbringen wir vorab im Hotel und haben Gl\u00fcck, Troms\u00f6 bei blauen Himmel und sommerlichen 14 Grad kennen zu lernen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Zum Pflichtprogramm geh\u00f6rt nat\u00fcrlich der Gang \u00fcber die Verbindungsbr\u00fccke zum Festland mit Besichtigung der Eismeerkathedrale, eine Fahrt mit der Seilbahn auf den Fjelshusen, den Hausberg Troms\u00f6s, wo wir einen super Rundblick genie\u00dfen, ein Bummel \u00fcber den Markt und durch die kleinen Gassen mit ihren bunten H\u00e4usern, sowie ein Spaziergang am Kai entlang zum Polar- Museum, auf dessen R\u00fcckweg wir bei der n\u00f6rdlichsten Brauerei der Welt eine Mack-Biersorten Verkostung vornehmen. Troms\u00f6 hat mehrere H\u00e4fen, die Charter-Basis liegt westlich der Inselstadt in Eidkjosen. (praktischerweise ist 300m entfernt ein gro\u00dfes Einkaufszentrum).<\/p>\n<h4>T\u00f6rnstart gen Norden<\/h4>\n<p class=\"MsoNormal\">Wir starten unseren T\u00f6rn gen Norden, unterqueren die Verbindungsbr\u00fccke nach Kvaloysletta und haben auch heute herrliches Sommerwetter, das hei\u00dft, wir sitzen im \u00d6lzeug mit geschlossenen Kragen bei 14 Grad an Deck und freuen uns \u00fcber klaren Himmel und gute Sichtverh\u00e4ltnisse. Sommer in Nordnorwegen, das kann man sich am besten vorstellen, wenn man etwa. jeweils den Tag der Eisernen \u2013 Dezemberregatta am Bodensee der letzten 14 Jahre aneinander reiht. Im Durchschnitt 8-14\u00b0C, mittags f\u00fcr 3 Stunden an windgesch\u00fctzten Stellen auch mal 20-24 Grad. Schnell wechselndes Wetter mit Nebelfeldern oder Starkwind und eiskalten Regenschauern, die auch Schneeflocken mitbringen k\u00f6nnen, und unterm Kiel permanente 8 Grad. Auffallend anders sind die N\u00e4chte, die eigentlich gar keine sind, denn die Sonne geht zum Beispiel am 1. August um 2.49 Uhr auf und erst um 22.51 Uhr unter, das verschiebt sich tgl. um 6 Minuten, dazwischen liegt nur eine D\u00e4mmerungsphase. Rosa W\u00f6lkchenromantik ersetzt hier das Nachtschlagfeeling! Redewendungen erhalten einen neuen Sinn, wer hier verspricht zur\u00fcck zu kommen, wenn es dunkel wird, kommt unter Umst\u00e4nden. gegen Mitternacht oder gar erst Monate sp\u00e4ter wieder!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/yachtcharter-connection.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Norway-Harvik-Port.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-15460\" src=\"https:\/\/yachtcharter-connection.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Norway-Harvik-Port-300x225.jpg\" alt=\"Norway-Harvik-Port\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Wir sind enthusiastisch und schrubben auf unserem Weg gen Norden gleich am ersten Tag 52 sm weg, leider alles unter Motor, denn windtechnisch geht gar nix. Zwischen Grottsundet und Ullsfjorden begegnen wir den ersten Papageitauchern und am\u00fcsieren uns \u00fcber ihre flinken Tauchg\u00e4nge. Vor dem Hintergrund der Gebirgskette um den Gammvik -blaisen schie\u00dfen wir traumhafte Fotos, w\u00e4hrend uns Schweinswale umkreisen. In Skervoy, einem Fischerhafen mit Fischfabrik, 3 Schwimmstegen und 5 G\u00e4stepl\u00e4tzen verbringen wir (f\u00fcr 6\u20ac Liegegeb\u00fchr) die erste Nacht. Es gibt ein Clubhaus, das Duschen und sogar eine Waschmaschine mit Trockner bietet. Mit Tankstelle, Supermarkt und Schnellimbiss ein guter Platz, zum Beispiel f\u00fcr Anne und Paul aus Canada, die mit ihrer Yacht gerade aus Spitzbergen kommen und hier \u201enachladen\u201c; ansonsten ein nicht unbedingt sehenswerter Ort. Unser zweiter Urlaubstag beschert uns Nebel, Dauerregen, heftigen Nordwind und ein aufgew\u00fchltes Wellenmeer. Nach 13sm verkriechen wir uns in Seglvik auf der Halbinsel Stoltind.<\/p>\n<h4>Fischerh\u00e4fen und Angelpausen<\/h4>\n<p class=\"MsoNormal\">Im Minihafen, der eigentlich nur private Fischerstege und zwei Bojen f\u00fcr Besucher hat, wollen wir kurz abwettern, doch zwei Einwohner durchkreuzen unsere Pl\u00e4ne. Sie turnen neugierig um die Yacht, die der heftige Nordwind hier rein getrieben ha,t und der Abend endet mit interkulturellen Gespr\u00e4chen bei Bier und Rotwein in ihrem H\u00e4uschen hinter der Mole. Am n\u00e4chsten Morgen legen wir daf\u00fcr schon um sechs Uhr ab. Flaute. Sp\u00e4ter k\u00f6nnen wir Segel setzen; 3 Stunden auf 28 Grad durch den Leisund, dann unter Motor auf 142 Grad durch den Sandlandsfjord au\u00dfer zwei Fischkuttern und einer Inself\u00e4hre sind wir auch am Nachmittag die Einzigen die sich am Panorama des Bergsfjorden und des Stjernsundet erfreuen. Statt dem sonst \u00fcblichen Badestopp gibt es eine Kaffee- und Angelpause. Angel rein- Fisch raus, so funktioniert das in Norwegen, auch f\u00fcr v\u00f6llig Unerfahrene. In einer halben Stunde gen\u00fcgend Fischvorrat f\u00fcr drei Mahlzeiten! Am sp\u00e4ten Abend laufen wir auf Vorwindkurs mit 7kn durch den Altafjord gen Alta. Da auch f\u00fcr die n\u00e4chsten drei Tage 7-8 Beaufort aus Nord- Nordost gemeldet sind, was f\u00fcr uns ein Gegenankreuzen auf rund 160 sm bis zum Nordkap, und demzufolge hin- und zur\u00fcck 4-5 Urlaubstage bedeuten w\u00fcrde, beschlie\u00dfen wir \u201ePlan B\u201c in die Tat umzusetzen. Wir organisieren uns einen Mietwagen und folgen der E 6, bis zum Nordkap, one way 240 km Landweg. Eine Superidee, wie sich im Nachhinein herausstellt, denn im Alta Revier regnet es fast den ganzen Tag, w\u00e4hrend wir sch\u00f6nstes Wetter haben und gleichzeitig ein St\u00fcck Inland sehen. Die E 6 ist eine kurvenreiche Landstra\u00dfe die sich ufernah um die Fjorde schl\u00e4ngelt oder langen Flussl\u00e4ufen folgt.<\/p>\n<h4>Ausflug zum Nordkap<\/h4>\n<p class=\"MsoNormal\"><a href=\"https:\/\/yachtcharter-connection.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Norwegen-Wolkenspiel_im_Lyngenfjord_2.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-15470\" src=\"https:\/\/yachtcharter-connection.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Norwegen-Wolkenspiel_im_Lyngenfjord_2-300x188.jpg\" alt=\"Norwegen-Wolkenspiel_im_Lyngenfjord_(2)\" width=\"300\" height=\"188\" \/><\/a><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Das Spannendste an ihr sind aber die Rentiere der Gegend, die sie als Wanderpfad nutzen. Sie tauchen urpl\u00f6tzlich aus dem Geb\u00fcsch oder hinter einer Kurve auf, stehen mitten auf der Stra\u00dfe oder traben ein St\u00fcck neben dem Auto her. Durch den Nordkaptunnel erreichen wir Mageroya (magere Insel) und machen dort zun\u00e4chst einen kurzen Stopp in Honningsvaeg, wo gerade ein Hurtigrutenschiff am Pier liegt und massenweise Passagiere ausspuckt. Sie werden von hier per Bus zu Europas ber\u00fchmtesten Aussichtsfelsen transportiert. Wir steigen wieder ins Auto, um vor der Touri &#8211; Invasion da zu sein. Vierzig Kilometer und unz\u00e4hlige Serpentinen sp\u00e4ter, mitten auf dem Hochplateau ein Schlagbaum. R\u00e4uberische 29 \u20ac (pro Kopf!) kostet der Zugang zu den Nordkaphallen und zur Aussichtsplattform mit dem stilisierten Metallglobus, den man willk\u00fcrlich zum n\u00f6rdlichsten Punkt Europas gemacht hat. Was viele nicht wissen, der geografisch exakte Fleck ist 1380m weiter n\u00f6rdlich auf der Landzunge Knivskjellodden bei 71\u00b011\u20188\u2018\u2018N und 025\u00b040\u201830\u2018\u2018 E. Das Gl\u00fcck ist mit uns, bei zugigen 6 Grad genie\u00dfen wir einen traumhaft klaren Rundblick, den es hier nur wenige Tage im Jahr gibt. Auf die Mitternachts\u2013Sonnenshow am Horizont warten wir aber nicht, sondern beschlie\u00dfen auf der R\u00fcckfahrt noch einen Abstecher nach Hammerfest zu machen und den Ort mit \u201eabzuhaken\u201c. Die 140km sind noch drin, es ist ja lange hell und dann passen wir unsere geplante Route eben an. Gesagt getan, es geht \u00fcber die Kvalsundbr\u00fccke und dann s\u00fcdwestlich am Ufer entlang bis Hammerfest.<\/p>\n<p>Hier geht die Sonne vom 13.Mai \u201328.Juli nicht unter, daf\u00fcr ist vom 20.11. \u2013 21.1. totale Winternacht. Schon 1891 bekam Hammerfest deshalb als eine der ersten St\u00e4dte elektrische Stra\u00dfenbeleuchtung. F\u00fcr die Expeditionen des Fridtjof Nansen mit seiner \u201eFram\u201c war Hammerfest Starthafen und im 2. Weltkrieg wurde es erst von deutschen Truppen als n\u00f6rdlichster Br\u00fcckenkopf benutzt und dann, beim R\u00fcckzug wie viele andere Orte auch, zerst\u00f6rt. Heute s\u00e4umen quadratische Nachkriegsbauten die Haupt- und Einkaufsstra\u00dfe, die zur h\u00fcbschen Kirche f\u00fchrt. Bis in die 90ziger Jahre galt Hammerfest als n\u00f6rdlichste Stadt der Welt, dank moderner Energien und Versorgungsm\u00f6glichkeiten wurden jedoch inzwischen n\u00f6rdlichere St\u00e4dte erbaut. F\u00fcr Segler ist Hammerfest immer noch ein guter Versorgungsort, die von weitem sichtbare Erdgasverfl\u00fcssigungsanlage auf der Insel Melkoya ein guter Ansteuerungspunkt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/yachtcharter-connection.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Norwegen-Minimarkt-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone  wp-image-15465\" src=\"https:\/\/yachtcharter-connection.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Norwegen-Minimarkt-1-300x225.jpg\" alt=\"Norwegen-Minimarkt-1\" width=\"200\" height=\"150\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/yachtcharter-connection.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Norwegen-Rentier_voraus_2.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-15466\" src=\"https:\/\/yachtcharter-connection.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Norwegen-Rentier_voraus_2.jpg\" alt=\"Norwegen-Rentier_voraus_(2)\" width=\"260\" height=\"151\" \/><\/a><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Inzwischen ist es 21 Uhr und die untergehende Sonne (heute f\u00fcr rund 2 Stunden) f\u00e4rbt die Stadt und die vorgelagerten Inseln m\u00e4rchenhaft rot- gold ein. Wir haben heute so viel aufgenommen, und w\u00fcrden gern hier bei einem Gl\u00e4schen Wein ein bisschen sitzen und verweilen, doch wir haben noch 180 km R\u00fcckweg um die Fjorde bis zum Schiff, weshalb wir uns losrei\u00dfen. Ziemlich geschafft sitzen wir gegen 23 Uhr wieder im Cockpit. Wein gibt`s keinen, doch wir sind uns einig, dass der Landausflug (insgesamt 640km) die absolut richtige Entscheidung war. Die Seemeilen gegenan h\u00e4tten einfach zu viel Zeit gekostet. Das Abendrot steht noch immer am Himmel und wir sinnieren vor uns hin und suchen Vergleiche zu anderen T\u00f6rns: zum \u00fcberlaufenen Italien, wo man ab 14 Uhr kaum noch Liegepl\u00e4tze bekommt, zu Thailand wo wir bei steten 34\u00b0 schwitzen oder nochmal ins Wasser springen w\u00fcrden, oder zu Kroatien mit seinen Wucherpreisen. Was wir da f\u00fcr 2 Tage in einer Marina bezahlt h\u00e4tten, daf\u00fcr gab es hier den Mietwagen inklusive Sprit. In Alta kostet die \u00dcbernachtung mit Strom und Wasser 12.50\u20ac, Dusche 2.00\u20ac und im Clubhaus hat man sogar die M\u00f6glichkeit sich aufzuhalten und die K\u00fcche mit zu benutzen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Ach ja, und mit ein bisschen \u00dcbung ist norwegisch einfacher als kroatisch oder griechisch, es liest sich wie deutsch mit vielen Fehlern oder wie geschriebener Dialekt: so hei\u00dft god dag \u2013 guten Tag, eine bekreftelse for overnatting- ist eine Best\u00e4tigung f\u00fcr die \u00dcbernachtung, die bensinstatione findet jeder und was vorbidden ist, das sollte man auch nicht machen! Und die Gegend das Feeling der Einsamkeit und die Natur? Norwegen kann man nicht vergleichen, man muss es erleben! Mit der Landtour ist unser n\u00f6rdlichstes Ziel abgehakt, Alta selbst erkunden wir noch kurz bevor wir den Mietwagen zur\u00fcckgeben. Die Stadt dehnt sich entlang der K\u00fcste weit auseinander, das eigentliche Zentrum liegt landeinw\u00e4rts etwa 7km vom Hafen entfernt. Moderner Wohnungsbau der Siebziger mit Marktplatz, Einkaufszentrum &amp; Co., auf der gr\u00fcnen Wiese bedarfsgerecht konzipiert. Erw\u00e4hnenswert der Krankenhauskomplex, der die ganze Gegend hier versorgt. Leinen los; zur\u00fcck durch den Altafjord und den Stjernsundet besichtigen wir nun den Oksfjord und \u00fcbernachten im gleichnamigen Hafen. Fischzuchtanlagen, tolles Bergpanorama mit Blick auf die Gletscher, mal in Wolken geh\u00fcllt, mal in der Sonne gl\u00e4nzend. Hier und da ein Anglerkahn, mare TV in einer Endlosschleife auch auf dem Weg nach Hasvik.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Tanken an der Fischfabrik<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/yachtcharter-connection.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Norwegen-Rotbarsch_2.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-15467\" src=\"https:\/\/yachtcharter-connection.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Norwegen-Rotbarsch_2-228x300.jpg\" alt=\"Norwegen-Rotbarsch_(2)\" width=\"228\" height=\"300\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/yachtcharter-connection.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Norway-fish-plant.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-15459\" src=\"https:\/\/yachtcharter-connection.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Norway-fish-plant-300x225.jpg\" alt=\"Norway-fish-plant\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">In Hasvik auf Soroya gibt es einen kleinen Flughafen, dessen Ansteuerung mit der Ansteuerung der Hafeneinfahrt \u00fcbereinstimmt und sozusagen direkt hinter dem F\u00e4hranleger setzen die Flieger auf. Obwohl Samstag ist, bekommen wir bei der Fischfabrik problemlos Diesel und d\u00fcrfen sogar die Hallen mit dem gefriergetrockneten Fisch besichtigen, der fast ausschlie\u00dflich f\u00fcr den Export nach Afrika geplant ist. Am Abend kommen wir am Steg mit Litauern ins Gespr\u00e4ch, wir tauschen drei Bier gegen 4 gro\u00dfe Fische und sichern damit unsere Mahlzeiten f\u00fcr weitere 2 Tage. Einfach essen zu gehen ist in Nordnorwegen auf den Inseln nicht m\u00f6glich. Es gibt keine Restaurants. Wozu auch? Au\u00dfer uns und Einheimischen oder litauischen Fischern ist niemand unterwegs. In Hasvik, das mit 1000 Einwohnern als \u201egr\u00f6\u00dferer Ort\u201c gilt, gibt es ein Hotel mit angegliederten Cafe, das tgl. von 12- 14 Uhr \u00f6ffnet, und eine Hotelbar die laut Aushang immer Samstags von 18- 23 Uhr zum Tanz einl\u00e4dt, eine Gesamtschule, eine Kirche, ein Supermarkt, eine Touristinfo, die nur w\u00e4hrend des Fischfestivals \u00f6ffnet und einen Industriewarenladen, der mit den \u00d6ffnungszeiten &#8211; immer Dienstags von 17- 19 Uhr, offensichtlich den Bedarf deckt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Die Vegetation hat nur noch Str\u00e4ucher zu bieten, wegen des rauhen Klimas lohnt es nicht, Vorg\u00e4rten zu kultivieren, Blumen- oder gar Gem\u00fcsebeete haben Seltenheitswert. Jetzt im Hochsommer pr\u00e4gen saftige Wiesen mit niederem Gestr\u00fcpp das Bild. Farne und Flechten \u00fcberziehen wie ein weicher Hochflorteppich die felsig zerkl\u00fcftete Landschaft, doch Vorsicht Spazierg\u00e4nge querfeldein werden dadurch schnell zur Fu\u00dffalle. Schafe oder Rentiere grasen friedlich im Gel\u00e4nde. An H\u00e4usern, Schuppen und Autos stehen die T\u00fcren offen, Fahrr\u00e4der sind unabgeschlossen, man kennt sich. In der Inselwelt Nordnorwegens gehen die Uhren anders! Die wenigen Stra\u00dfen sind menschenleer, Mittelpunkt der \u00d6rtchen sind, der Minimarkt, der Hafen oder die Fischfabrik und wenn vorhanden der F\u00e4hranleger. Bewegung kommt erst auf, wenn eine F\u00e4hre oder ein voller Fischkutter einl\u00e4uft. Dann finden sich ein paar M\u00e4nner ein, die den Fang bergen, Ladekr\u00e4ne und Gabelstapler bedienen, und den Fisch f\u00fcr die Weiterverarbeitung vorbereiten.<\/p>\n<h4>Von Hasvik gen S\u00fcd: Sandstrand, Gletscher und Schweinswale<\/h4>\n<p class=\"MsoNormal\">Hasvik hat auch einen sch\u00f6nen langen Sandstrand zu bieten, und da das Thermometer am Samstag im Windschatten auf 23 Grad klettert, verschieben wir unsere Abfahrt ein wenig, machen einen Strandbummel und wagen es unsere F\u00fc\u00dfe ins Wasser halten. Das Kneipp- Bad bei 8 Grad dauert keine 5 Minuten, lockt aber gleich ein paar einheimische Zuschauer an, denen wir vermutlich Gespr\u00e4chsstoff f\u00fcr die n\u00e4chsten langen Wintern\u00e4chte liefern. Wir laufen erst 17 Uhr aus, 18 Uhr zieht es schlagartig zu! Nach 18sm mit 6 Bft., querdurchrollenden Wellen und Spritzwaser von allen Seiten finden wir weder die Papageitaucher noch die hier h\u00e4ufig auftauchenden Schweinswale lustig und beschlie\u00dfen in Mevaret auf Loppa zu \u00fcbernachten. 3.50m Tide, hat es hier, weshalb wir statt der festen Stege lieber eine der Bojen nehmen. Zum Gl\u00fcck bei\u00dfen die Fische auch 22.30 Uhr noch in Sekundenschnelle an unsere Angel, ganz wild darauf uns zum Abendessen zur Verf\u00fcgung zu stehen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Am n\u00e4chsten Morgen segeln wir mit achterlichem Wind gen S\u00fcd um als n\u00e4chstes Highlight im Jokelfjord den einzigen ins Meer kalbenden europ\u00e4ischen Festlandgletscher, den Aksovuonjiehkki, zu besichtigen. Der riesige Gletscher, den wir schon vom Oksfjord aus gesehen haben ist zun\u00e4chst von Wolken umh\u00fcllt, dann beginnt ein Naturschauspiel wie es ein Regisseur nicht besser h\u00e4tte planen k\u00f6nnen. Ganz langsam hebt sich der Nebelvorhang bis auch die obere Kante sichtbar wird und f\u00fcr die Farbe im Bild kommt noch ein bisschen blauer Himmel zum Vorschein. Sekundenlang wird die in unserem R\u00fccken stehende Sonne zum Scheinwerfer der Szenerie und gleich darauf ist alles wieder in den Wolken verschwunden. Diese Inszenierung ist uns mehrere Fotos und einen Man\u00f6verschluck wert!<\/p>\n<h4>Man\u00f6verschluck vom Vinmonopolen<\/h4>\n<p class=\"MsoNormal\">Mit Letzteren muss man in Nordnorwegen \u00fcbrigens sparsam umgehen, Nachschub generell sorgf\u00e4ltig planen. Wein und Bier gibt es nur in Speziall\u00e4den, den Vinmonopolen, die Sonder\u00f6ffnungszeiten haben (meist 11-15 Uhr) und f\u00fcr Yachties unerreichbar irgendwo im Landesinneren versteckt sind. Bier wird in den Minim\u00e4rkten nur bis 16 Uhr, in St\u00e4dten bis 18 Uhr verkauft. (1 Bier kostet im Laden ca.4 \u20ac, 1 Glas 0,6l im Restaurant 8-10 \u20ac, 1 Schachtel Zigaretten 12\u20ac!) Insgesamt sind die Preise bei Lebensmitteln 50-70 Prozent h\u00f6her als in Deutschland. Das Gem\u00fcseangebot ist d\u00fcrftig, frische Backwaren sind selten, daf\u00fcr gibt es viele verschiedene Sorten Mehlmischungen zum do it yourself. Wurst ist folienverpackt, Fleisch (meist Hammel) und Fisch gibt es nur aus der Gefriertruhe. Auffallend reichlich ist das K\u00e4seangebot, die Produkte allerdings h\u00e4ufig auch aus Schaf \u2013 oder Ziegenmilch.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Als norwegische K\u00e4sespezialit\u00e4t gilt der Brunost, er ist braun und wird aus karamellisierter Molke hergestellt. Im Geschmack entspricht er eher einer fettigen S\u00fc\u00dfspeise denn einem K\u00e4se. Als speziell norwegische Frucht h\u00f6rt man \u00fcberall von Moltebeeren (auch als Schellbeere bekannt) die haupts\u00e4chlich in der Finnmark wachsen und entsprechend der Jahreszeit eigentlich reif sein m\u00fcssten. Doch in den L\u00e4den und Obstregalen suchen wir vergebens, nur als Marmelade gibt es sie, 250gr. f\u00fcr 8 \u20ac! Die Beere gilt als Wahrzeichen Lapplands und wurde in Finnland auf dem 2 \u20ac- St\u00fcck verewigt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Obwohl es von Fischern und Anglern rundum wimmelt, vermissen wir das Frischfischangebot, doch die Einheimischen versorgen sich selber weshalb es in Ermangelung von Kundschaft, nat\u00fcrlich auch nirgends Fischm\u00e4rkte gibt. Wir sind dank guter T\u00f6rnvorbereitung auch weitgehend auf Selbstversorgung eingestellt. Heute gibt es selbstgebackenes Brot mit einer gro\u00dfen Sch\u00fcssel Fischsalat in Mango- Currycreme und Schokoladenpudding. An unserer \u00dcbernachtungsboje im Jockelfjord schwojend, ein passendes Men\u00fc.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Anderntags zur\u00fcck durch den Jockelfjord umrunden wir Spildra s\u00fcdlich, k\u00e4mpfen uns im Haukoysundet ein St\u00fcck gegen den Tidenstrom vorw\u00e4rts, der dann umschl\u00e4gt und uns bis zum Abend durch den Maursundet und Rotsundet nach Hamnest tr\u00e4gt, wo wir nach 38sm bei H\u00e4gar und seiner Frau am Steg \u00fcbernachten. Die beiden Allrounder sprechen mehrere Sprachen, lebten schon in Italien, Deutschland und den USA, und sind ganz bewusst hierher zur\u00fcckgekehrt um abseits von Alltagsstress, Verkehrsstaus und anderen Problemen ihre Kinder in der Natur zu erziehen.<\/p>\n<h4>Lyngenalpen mit Schnee<\/h4>\n<p class=\"MsoNormal\">Sie betreiben hier einen kleinen Laden mit Poststelle, vermieten Ferienwohnungen und Angelboote und k\u00f6nnen als F\u00fchrer f\u00fcr Berg\u2013 oder Skitouren gebucht werden. Au\u00dferdem k\u00fcmmern sie sich um den stets freien Zugang zur F\u00e4hre die hier von der E 6 her\u00fcber kommt und mit der ihre Insel Uloya versorgt wird. Quasi quer vorm Rotsundet in Nord- S\u00fcdrichtung liegt der Lyngenfjord. In Anlehnung an unser Alpengebirge wird die Region auch Lyngenalpen genannt. Die Berge die den Fjord westlich begrenzen sind bis 1600m hoch und auch im Sommer schneebedeckt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Bei strahlendem Sonnenschein, blauen Himmel und Nordwind rauschen wir Vorwind entlang des herrlichen Panora-mas 7sm den Fjord hinab. Insgesamt ist er rund 80 km lang \u2013 14 km l\u00e4nger als der Bodensee! Da wir auch an den R\u00fcckweg denken m\u00fcssen, nehmen wir die Insel Aroya als Wendemarke, umrunden sie und g\u00f6nnen uns noch eine kleine Rast in einer Bucht an der Nordwestseite. Hier finden wir zuf\u00e4llig auch ein paar Moltebeeren die wir f\u00fcr`s Archiv sofort fotografieren. Hart auf der Kante kreuzen wir dann zur\u00fcck. Bei der steifen Brise brauchen wir Handschuhe und M\u00fctzen, aber entlang der glitzernden Berge ein herrlicher Segeltag. In Djupvik, einem kleinen Hafen am \u00f6stlichen Ufer machen wir fest. Einem Vorschlag unseres Vercharterers folgend haben wir uns zu einem weiteren Landausflug entschlossen. Die E 6 f\u00fchrt durch den Ort und Ivar holt uns pers\u00f6nlich am n\u00e4chsten Morgen ab. Er spielt den Guide ins Naturschutzgebiet Reisatal und zu den Wasserf\u00e4llen, organisiert Flussk\u00e4hne und ein Picknick am Lagerfeuer.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">W\u00e4hrend wir der Reisa durch \u00fcppig gr\u00fcne T\u00e4ler mit dunklen Felsw\u00e4nden und Wasserf\u00e4llen, \u00fcber Kurven und Stromschnellen Richtung Quelle folgen, erz\u00e4hlt er ein wenig von Land und Leuten. So erfahren wir auch, dass man schon ab Februar in Norwegen segelt und sein neuestes Angebot \u201esailing and skiing\u201c immer mehr Buchungsnachfragen hat. \u00dcber Skih\u00e4nge und Gletscher bis zum Boot, \u201esolche Art Abenteuer kann man hier bis in den sp\u00e4ten Mai ausleben, wenn man die richtige Outdoorkleidung hat\u201c, berichtet Ivar, sowie, dass zu seinen Kunden haupts\u00e4chlich Franzosen und Italiener z\u00e4hlen. Sollen sie doch! Wir sind auch aus Enthusiasmus hier und echt begeistert von der Gegend, aber uns reicht das Sommerwetter mit seinen steten 12 &#8211; 14\u00b0C aus (nachts 4-6\u00b0.)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Arviksand und der tote Wal<\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Der n\u00e4chste Segelschlag, d.h. 15 sm unter Segel + 15sm unter Motor, wir folgen der 350\u00b0 Linie und erreichen am Abend Arviksand auf Arnoya. Unterwegs eine eher unansehnliche Abwechslung. Ein ca. 15m langer, treibender, toter Wal, dessen dicke, wei\u00dfe verwesende Fleischschicht f\u00fcrchterlich stinkt und den wir aus der Ferne f\u00fcr ein St\u00fcck Gletschereis hielten. Au\u00dferdem am Nachmittag ein Zollboot, das vermutlich zwecks Kontrolle auf einen Fischkutter zuh\u00e4lt und l\u00e4ngsseits geht, sowie am Horizont das zweite Segelboot, dem wir diese Woche begegnen. Vor Arviksand ein paar Untiefen, um den Hafen eine hohe Steinmole die guten Schutz vor Nordwind und Wellen bietet, innen drei neue Schwimmstege und wie \u00fcberall viel Platz zum Anlegen. Der Ort: eine Poststation, ein Minimarkt, ein Steinbruch, der Baumaterial f\u00fcr die umliegenden H\u00e4fen und Inseln liefert und eine Fischfabrik, bei der wir mit zwei Flaschen Bier zwei Arbeiter erfreuen und daf\u00fcr alle Wassertanks f\u00fcllen. Hier gibt es sogar eigene Postkarten, Motiv Fischfabrik mit Bergpanorama im Morgenrot!<\/p>\n<h4>Unterwasserwelt und Greifv\u00f6gel<\/h4>\n<p>Zeit f\u00fcr ein bisschen Unterwasserwelt. Die dank Golfstrom gleichbleibende Wassertemperatur von 6-8 Grad, scheint f\u00fcr Wasserpflanzen ideal zu sein, selbst neue Bojen und Leinen sind dicht bewachsen, Miesmuschelkolonien unter jedem Steg zu finden. Wei\u00dfe und orangefarbene Seeanemonen leuchten zwischen zahlreichen Herzmuscheln und dicken Seesternen vom Grund herauf. F\u00fcnf verschiedene Quallensorten von 3- 40cm Gr\u00f6\u00dfe sind auszumachen und schwimmen in dichten Feldern am Boot vorbei. Da inzwischen Freitag ist und wir Montag das Boot zur\u00fcckgeben m\u00fcssen, ist nun Zeit, die Routenwahl wieder gen Troms\u00f6 zu richten. Bei Halbwind machen wir zun\u00e4chst einen sch\u00f6nen Segelschlag nach Westen, um am S\u00fcdkap von Fugloya, der Vogelinsel, nach den hier beheimateten Rauhfussbussard oder Gerfalken Ausschau zu halten. Doch die steilen Felsw\u00e4nde sind verwaist, statt M\u00f6wengeschrei imposante UFO- \u00e4hnliche Wolkenformationen \u00fcber der etwas westlich gelegenen Nachbarinsel Vannoya. Vielleicht sind sie der Grund f\u00fcr die Stille. Selbst die Papageitaucher die sonst immer rund um unsere Yacht ihr Spiel treiben tauchen erst wieder auf, als wir schon ein paar Seemeilen entlang Vannoya\u2019s Ostk\u00fcste schippern.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Eine Nacht im Bojenfeld von Vannvag und am anderen Morgen queren wir den 70. Breitengrad im Vannsundet um durch den Langsundet nach Troms\u00f6 zur\u00fcck zu kehren. Die imagin\u00e4re Linie wird zur Wetterscheide, ab hier Dauerregen bis zum Ausgangshafen und jetzt, wo wir den Nordost gebrauchen k\u00f6nnten, bl\u00e4st es aus S\u00fcdwest, so dass wir inklusive dem gegenl\u00e4ufigen Gezeitenstrom kaum vorw\u00e4rts kommen. Dort wo Sunde und Fjorde zusammenflie\u00dfen ist das Wasser besonders kabbelig, ganze M\u00f6wenfelder markieren die Oberfl\u00e4che und die Fischer behaupten, das seien die besten Angelpl\u00e4tze. Wir angeln nicht mehr, haben genug von den bei\u00dfw\u00fctigen Fischen und den Folgearbeiten in der Bordk\u00fcche. Da die Sicht inzwischen sehr eingeschr\u00e4nkt ist, machen wir noch einen Aufw\u00e4rmstopp in Hansnes. Das \u00d6rtchen hat eine freie Hafentankstelle, die jedoch, weil auch von der Stra\u00dfe aus zug\u00e4nglich, 50 Prozent teurer ist als eine reine Bootstankstelle. In 1,5 km Entfernung vom Hafen gibt es einen gut best\u00fcckten Supermarkt, zum Proviantfassen geeignet, doch wir sind dabei, unsere Schapps zu leeren, richten uns Grog und hei\u00dfe Schokolade und ziehen weiter.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<p class=\"MsoNormal\">\n<h4>Mit der Tide gen Heimathafen<\/h4>\n<p class=\"MsoNormal\">Mit dem einsetzenden Tidenfall haben wir nun die Str\u00f6mung mit uns. Bei kr\u00e4ftiger Welle in kompletter Montur mit Rettungsweste, Lifebelt und Handtuch im Kragen \u201egenie\u00dfen\u201c wir unseren letzten T\u00f6rntag im Langsundet. Gegen 19 Uhr laufen wir in den Grottsundet ein und haben au\u00dfer dem Gef\u00fchI der klammen Finger auch das Gef\u00fchl, wieder unter Menschen zu sein. Mehrere Fischkutter kommen aus Nord und schlagen den gleichen Kurs Richtung Troms\u00f6 ein, von wo uns zwei Kreuzfahrtschiffe entgegenkommen. Elf Schiffe im Umkreis, was f\u00fcr Verkehr! In Skattoera, einem Hafen am Nordostufer Tromsoyas, den wir auch zwecks Auftanken w\u00e4hlten, verbringen wir heftig schaukelnd die vorletzte Nacht an Bord. Die Temperatur f\u00e4llt auf 2\u00b0 und schafft es am anderen Tag gerade so auf 6\u00b0. Vor lauter Regenwolken wird es gar nicht richtig hell. Festlandbr\u00fccke Troms\u00f6 voraus! Trotz klammer Finger am Foto-Apparat gibt es noch ein paar Br\u00fcckenfotos, mit Eismeerkathedrale. Wie zum Fotoshooting bestellt legt ein Hurtigrutenschiff am Stadtkai von Troms\u00f6 ab. W\u00e4hrend die Schiffssirene ert\u00f6nt und die Passagiere mit hochgeschlagenem Kragen an der Reling stehen und winken, gilt es aufzupassen, dass wir ja kein Seezeichen \u00fcbersehen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Wir umrunden Tromsoya s\u00fcdlich und biegen dann in den Balsfjord ein. Deutlich ist zu sehen wie aus den dunklen Wolken auf den Gipfeln rundherum der erste Schnee f\u00e4llt. Mitten im Wettermix ein Sonnenloch dass uns an diesem nicht ganz typischen norwegischen Sommertag zum Abschied noch einen Regenbogen \u00fcber die Br\u00fccke des Sandnessundt zaubert. Ein geniales \u201ePanorama -Schlussbild\u201c bevor wir unseren Ausgangshafen Eidkjosen erreichen. Mit dem Bordbucheintrag \u201eLeinen fest \u2013 69\u00b040\u20185\u2018\u2018 N; 018\u00b045\u20180\u2018\u2018 E; Gesamtmeilen 401 unter Segel 258 \u201c ist unser Urlaubst\u00f6rn 2010 damit unwiderruflich zu Ende.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Kerstin Hahn<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Segelt\u00f6rn zwischen 69. und 71. 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